Hitzeschlacht und ein „unvollendeter“ Klassiker

Die diesjährige „Mainova IRONMAN European Championship“ in Frankfurt wird den mehr als 3.000 Athleten, die bei dem Triathlon-Highlight angetreten sind, noch lange in Erinnerung bleiben. Bei Temperaturen jenseits der 35-Grad-Marke entwickelte sich die 24. Austragung der Europameisterschaft zu einer echten Hitzeschlacht durch Frankfurt und das Umland – auch für die teilnehmenden Mitglieder der „MANNschaft“.

Foto: Ellen Kallscheuer

An der verkürzten Radstrecke. Foto: Ellen Kallscheuer

Bereits im Vorfeld hatten die Wetterprognosen – Medien berichteten gar von einer Hitzewelle „historischen“ Ausmaßes – den Veranstaltern große Sorgen bereitet. Aus Sicherheitsgründen reagierte die Rennorganisation kurzfristig mit deutlichen Anpassungen: Die Radstrecke wurde von 180 auf 125 Kilometer verkürzt, der abschließende Marathon auf einen Halbmarathon reduziert. Die Schwimmstrecke im Langener Waldsee blieb bei rund 29 Grad Wassertemperatur unverändert. Zusätzliche Verpflegungsstellen, Kühlzonen und ein engmaschiges Sicherheitskonzept ermöglichten ebenfalls, dass das Rennen dennoch stattfinden konnte.

Auch beim Laufen wurde die Distanz reduziert. Foto: Ellen Kallscheuer

Trotz dieser Maßnahmen blieb der „IRONMAN“ in Frankfurt ein extrem fordernder Wettkampf – körperlich wie mental. Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit und die lange Belastungsdauer machten das Rennen zu einer echten Grenzerfahrung. Dessen ungeachtet, sorgten Tausende Zuschauer entlang der Strecke für eine beeindruckende Stimmung; insbesondere im Zielbereich am Römerberg, dem geschichtsträchtigen Rathausplatz der Mainmetropole, wo die Finisher unter großem Applaus empfangen wurden.

Sportlich setzte sich bei den Profis der Norweger Casper Stornes vor seinem Landsmann Gustav Iden und dem Spanier Antonio Benito López durch und sicherte sich den Europameistertitel in einem hochklassigen Rennen.

Mitten in diesem außergewöhnlichen Rennszenario stellten sich auch fünf Mitglieder der „MANNschaft“ der Herausforderung „IRONMAN Frankfurt“. Für drei von ihnen sollte es sogar das Debüt auf der Langdistanz sein – und das ausgerechnet unter Bedingungen, die selbst erfahrene Triathleten an ihre Grenzen brachten. Im Fokus der „MANNschaftler“ stand dabei weniger die Platzierung als vielmehr das erfolgreiche Finish unter extremen Voraussetzungen.

Einmal mehr zeigte Jörg Schütz seine ganze Erfahrung auf der Langdistanz: Nach 1:25:40 Stunden im Schwimmen, 3:30:23 Stunden auf dem Rad und 2:11:48 Stunden im abschließenden Halbmarathon erreichte er nach 7:19:06 Stunden das Ziel.

Damit belegte er Rang 976 im Gesamtfeld sowie einen starken 6. Platz in der Altersklasse M60 und bestätigte seine konstante Form eindrucksvoll – es war bereits seine 18. Langdistanz.

Für Clarissa Gilles wurde die Europameisterschaft in Frankfurt zu einem besonderen Meilenstein. Bei ihrem ersten „IRONMAN“ überzeugte sie mit einem sehr ausgeglichenen Rennen (1:27:25/3:59:54/1:46:05) und einem starken Halbmarathon unter schwierigen Bedingungen. Nach 7:27:31 Stunden kam sie ins Ziel und erklomm Platz 20 in der Altersklasse F30 sowie Rang 1.117 im Gesamtklassement. Trotz der verkürzten Distanz sammelte sie wertvolle Erfahrungen auf der Langstrecke, wenngleich das klassische „IRONMAN“-Gefühl eben nur teilweise erlebbar war.

Foto: Ellen Kallscheuer

Auch Christian Schön meisterte in Frankfurt sein erstes Rennen über die „IRONMAN“-Distanz. Besonders auf dem Rad überzeugte er und legte damit die Grundlage für ein solides Gesamtresultat. Nach 7:47:17 Stunden (1:36:10/3:45:48/2:11:11) belegte er Platz 224 in der Altersklasse M35 und Rang 1.423 insgesamt.

Ebenfalls einen erfolgreichen Wettkampf feierte Sebastian Lachermeier: Mit konstanten Leistungen in allen drei Disziplinen (1:30:17/3:55:04/2:04:49) finishte er nach 7:45:48 Stunden und wurde 167. der Altersklasse M40 und belegte den Gesamtplatz 1.398.

Niklas (links) und Jörg Schütz nach dem Zieleinlauf auf dem Frankfurter Römer. Foto Leonie Längricht

Für Niklas Schütz wurde der Frankfurter „IRONMAN“ indes zu einem besonderen Erlebnis. Nicht nur, dass er erstmals bei einer Triathlon-Langdistanz an der Startlinie stand, er nahm auch gemeinsam mit seinem Vater Jörg teil. Mit 1:36:48 Stunden im Schwimmen, 3:50:58 Stunden auf dem Rad und einem starken Halbmarathon in 2:02:24 Stunden erreichte Niklas nach 7:50:24 Stunden das Ziel. Platz 260 in der Altersklasse M30 sowie Rang 1.462 im Gesamtfeld rundeten sein gelungenes Debüt ab.

Die „Mainova IRONMAN European Championship“ 2026 war sportlich hochklassig, organisatorisch außergewöhnlich und körperlich extrem fordernd. Die kurzfristige Streckenverkürzung war angesichts der Hitzelage notwendig, hinterließ jedoch bei vielen Athleten einen spürbaren Wermutstropfen. Auch die „MANNschaft“ zieht ein gemischtes, aber positives Fazit: fünf erfolgreiche Finisher, drei gelungene Debüts auf der Langdistanz sowie ein starkes Altersklassenresultat von Jörg Schütz.

Gleichzeitig bleibt bei einigen Startern ein offener Punkt bestehen: Die volle „IRONMAN“-Distanz, das komplette „Leiden“ und das klassische Langdistanz-Erlebnis wurden eben nur teilweise abgebildet. Frankfurt wird uns damit nicht nur als erfolgreiches Finish, sondern auch als „unvollendeter Klassiker“ in Erinnerung bleiben – und umso mehr als klare Motivation für die nächste vollständige Langdistanz.

Im Trikot der „MANNschaft“ in die „BayArena“

Während sich die Blicke vieler Fußballfans aufgrund der WM gerade gen Nordamerika richten, haben sich drei Mitglieder der „MANNschaft“, die von „MANN Strom“ gefördert wird, kürzlich in einem Bundesligisten-Stadion aufgehalten. Wenn auch nur für einen kurzen „Durchmarsch“: Denn saisonbedingt fand in der Leverkusener „BayArena“ natürlich kein Fußballspiel statt. Vielmehr ging es den dort Anwesenden um die Teilnahme an einer ganz anderen sportlichen Herausforderung.

Foto: felix_wll

Jedes Jahr im Juni empfängt Leverkusen Laufbegeisterte aus dem In- und Ausland zu einem traditionsreichen Wettkampf: Der „EVL-HalbMarathon“ wird bereits seit 2001 ausgetragen und gilt als einer der größten Halbmarathons in Deutschland. Mit seiner ebenso erlebnisreichen wie anspruchsvollen Rundstrecke ist das Rennen eine liebgewonnene Tradition für Sportler jeglichen Alters geworden. So können bei gleich drei Bambinilauf-Kategorien auch schon die Jüngsten ihre Ausdauer unter Beweis stellen.

Foto: felix_wll

Drei Läufer der „MANNschaft“ – Robin Graf, Linda Graf und Benedikt Weidenbruch – wollten sich das Event nicht entgehen lassen und sind motiviert zur restlos ausverkauften, 24. Ausgabe des „EVL-HalbMarathons“ ins Rheinland gereist. Rund 6.000 Teilnehmer liefen in diesem Jahr mit, darunter mehr als die Hälfte die gut 21 Kilometer lange Halbmarathon-Distanz, die sowohl mitten durch das urbane Leverkusener Stadtgebiet, als auch an landschaftlich reizvollen Abschnitten vorbei führt.

Um neun Uhr morgens fiel der Startschuss auf der Bismarckstraße in Leverkusen-Küppersteg. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, bot mit angenehmen Temperaturen und leichter Bewölkung gute Bedingungen für ein starkes Rennen. Entlang der Strecke sorgten zahlreiche gut aufgelegte Zuschauer für eine ausgelassene Stimmung. Zudem wurde an Verpflegungsstationen eine Vielzahl an Getränken und Snacks gereicht.

Auch die jungen Sportler können in Leverkusen starten. Foto: felix_wll

Eine der größten Herausforderungen des Kurses ist stets der steile Aufstieg des Sauerbergs im Leverkusener Stadtteil Opladen – der optimale Ort für die Bergwertung. Ein absolutes Highlight des „EVL-HalbMarathons“ erwartet die Teilnehmer dann traditionell auf den letzten Kilometern: der Lauf mitten durch die „BayArena“, der Heimspielstätte des Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen – ein besonderes Erlebnis vor dem Einlauf in den Zielbereich, in dem auch in diesem Jahr wieder ein jubelndes Publikum die Finisher erwartete.

Für die Athleten der „MANNschaft“ war es ein rundum gelungener Wettkampftag und ein großer sportlicher Erfolg. Benedikt Weidenbruch lief das Rennen in einer Zeit von 1:56:42 Stunden (Gesamtplatz 1.216, Platz 164 in der Altersklasse M30), Linda Graf absolvierte es in 1:59:12 Stunden (Gesamtplatz 1.396, Platz 77 in ihrer Altersklasse). Und Robin Graf erreichte in 1:28:03 Stunden sogar einen hervorragenden 80. Platz (Platz 17 in der Altersklasse M30)!

„MANNschaft“ meistert weitere zwei Stationen des Ausdauer-Cups

Seit über 30 Jahren prägt der Ausdauer-Cup die Laufsaison, erstreckt sich mit seinen vielen Einzelstationen von den ersten Frühjahrsläufen bis zum letzten Wettkampf im November. Einige „MANNschaftler” haben bereits fleißig Punkte für die Gesamtwertung gesammelt – zuletzt in Deuz und Anzhausen.

Die traditionsreiche Laufserie führte René Metzger, Robin Graf, Benedikt Weidenbruch, Linde Graf und Sigmar Sendzik zum Deuzer Sparkassen-Pfingstlauf, der vierten Station der Reihe. Extreme Bedingungen prägten diesen Wettbewerb: Statt angenehmer Temperaturen, erwartete die Teilnehmer eine regelrechte Hitzeschlacht. Bei rund 30 Grad im Schatten wurde das Rennen für viele Athleten zur echten Belastungsprobe. Vor allem im Hauptlauf – über 15 Kilometer waren zu bewältigen – verlangte die Kombination aus Strecke und Hitze den Sportlern alles ab.

Und so war schon vor dem Start allen Beteiligten bewusst, dass nicht nur die Distanz, sondern vor allem das Wetter entscheidend sein würde. Das Organisationsteam sorgte wiederum mit viel Engagement für bestmögliche Rahmenbedingungen: Entlang der Strecke waren mehrere Verpflegungsstellen eingerichtet, im Ziel warteten gekühlte Getränke auf die erschöpften Läufer.

Für die „MANNschaft“ war der Deuzer Pfingstlauf auf jeden Fall ein Erfolg. René Metzger errang den 4. Platz in der Altersklasse M40 (1:03:24 Stunden), Robin Graf holte sich Platz drei 3 in der Altersklasse M30 (1:04:16 Stunden). In der gleichen Wertung schaffte es Benedikt Weidenbruch auf den 6. Platz (1:25:34 Stunden). Linda Graf kam in der weiblichen Hauptklasse auf den 4.Platz (1:30:55 Stunden) und Sigmar Sendzik belegte den 9. Platz in der Wertung M60 (1:54:25 Stunden).

Einen weiteren Halt machte der Ausdauer-Cup dann jüngst in Anzhausen. Beim traditionsreichen „Gückellauf“, ausgetragen im nördlichsten Ortsteil der Gemeinde Wilnsdorf, gingen zahlreiche Läufer an den Start – unter ihnen René Metzger und Sigmar Sendzik. Der veranstaltende ASC Weißbachtal konnte sich über eine deutlich gestiegene Teilnehmerzahl freuen. Insgesamt erreichten mehrere hundert Aktive das Ziel – ein spürbarer Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr.

Wie bereits im vergangenen Jahr, präsentierte sich der Kultlauf, der durch das beschauliche Dorf führt, auch diesmal wieder mit einer außergewöhnlichen Atmosphäre. Entlang des Rundkurses herrschte nahezu durchgehend ausgelassene Volksfeststimmung. Zahlreiche Anwohner sorgten mit Musik, kreativen Einfällen und viel Engagement für lautstarke Unterstützung.

Ob mit Kuhglocken, Ratschen oder motivierenden Zurufen: die Zuschauer trieben die Teilnehmer förmlich durch den Ort. Kleine Abkühlungen wurden entlang der Strecke gerne angenommen, um den sportlichen Einsatz bei sommerlichen Temperaturen etwas angenehmer zu gestalten.

Der Lauf durch das Dorf ist längst mehr als nur eine sportliche Veranstaltung, er hat sich zu einem echten Erlebnis entwickelt, bei dem das gesamte Umfeld aktiv eingebunden ist. Für die beiden Athleten der von „MANN Strom“ unterstützten „MANNschaft“ war der Wertungslauf des Ausdauer-Cups in jeder Hinsicht ein positives Ereignis: René Metzger holte sich mit 38:10 Minuten den 2. Platz seiner Altersklasse, Sigmar Sendzik belegte in seiner wiederum den 10. Platz bei einer Zeit von 1:02:44 Stunden.

Weiteres Marathondebüt in der MANNschaft

Der Sommer hält allerlei sportliche Highlights bereit, doch Katja Grimm hat ihres wohl bereits im Frühjahr erlebt: Zehn Jahre nach ihrem ersten Halbmarathon ist die „MANNschaftlerin“ erstmals bei einem Marathon ins Ziel gelaufen. Nachdem sie ihren eigentlich geplanten Marathonstart in Köln im vergangenen Oktober wegen einer Coronainfektion absagen musste, nahm sie das Training wieder auf – unterstützt von Christian Geimer – und peilte stattdessen das darauffolgende Frühjahr sowie die Stadt Leipzig an. Im April war es dann endlich so weit.

Der Wettbewerb in Sachsens größter Stadt hat eine lange Tradition, hier ein Bild aus 1985. Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1985-0622-011/CC-BY-SA 3.0

Für ihren ersten Marathon hat sich Katja ein besonders traditionsreiches Event – noch dazu in ihrer Heimatstadt – ausgesucht: Der „Leipzig Marathon“ wird in seiner heutigen Form bereits seit 1977 ausgetragen und gilt als absoluter Klassiker. In diesem Jahr konnte die 48. Ausgabe sogar einen Teilnehmerrekord verbuchen: Insgesamt 14.351 Läufer (davon 1.334 in der „Königsdisziplin“) gingen über verschiedene Distanzen an den Start.

Das Wetter hätte für Katja und ihre Mitstreiter kaum unvorteilhafter sein können. Denn während die jüngsten Starter bei Schülermarathon und Kinderlauf am Vormittag noch trockenen Fußes ihre Wettbewerbe absolvierten, öffnete sich am Nachmittag plötzlich der Himmel. Und so kämpften sich die Marathon-Teilnehmer bei Dauerregen und Wind, aber davon ungetrübter Stimmung des jubelnden Leipziger Publikums, voran. Die Wetterlage wurde auf und an der Strecke sogar mit Humor genommen, frei nach dem „kölschen“ Grundsatz: „Et es, wie et es“.

Katja nach der gelungenen Premiere. Foto: privat

Der „Leipzig Marathon“ führte die Athleten in zwei Runden an vielen Sehenswürdigkeiten der sächsischen Metropole vorbei, darunter markante Punkte wie das Neue Rathaus, die Deutsche Nationalbibliothek und das Völkerschlachtdenkmal. Auch das berühmte Max-Planck-Institut wurde von den Läufern passiert, ehe diese den Zielbereich an der Red-Bull-Arena erreichten.

Durchnässt, aber glücklich meisterte Katja – als eine von 249 Frauen auf der vollen Distanz – erstmals eine Strecke von mehr als 30 Kilometern und setzte, wie schon einige weitere Kollegen aus der MANNschaft, im Frühjahr 2026 mit dem absolvierten Marathon einen neuen Meilenstein. Auch sportlich war der Tag für die Debütantin ein Erfolg, unterbot Katja ihre persönliche Wunschzeit mit 4:26:33 Stunden doch obendrein noch um knapp dreieinhalb Minuten und erlangte den 176. Platz in der Frauen-Gesamtwertung und Platz 32 in ihrer Altersklasse.

Wegen ihrer gelungenen Premiere, der widrigen Wetterbedingungen und der tollen Unterstützung in ihrer Heimatstadt wird Katja der Lauf auf jeden Fall in besonderer Erinnerung bleiben.

Das Neue Rathaus – ab 1899 nach Plänen des Leipziger Stadtbaudirektors Hugo Licht erbaut und seit 1905 Sitz der Leipziger Stadtverwaltung – gehört zu den bedeutendsten deutschen Rathausbauten. Auch hier sind die Sportler entlang gekommen. Foto: Stadt Leipzig




Und wieder läutet die Glocke

Während am Nürburgring bei „Rock am Ring“ die Gitarren glühten, lief in Höchstenbach ein abgefahrenes Sport-Festival. Kein Headliner, keine Bühne, dafür ein Rundkurs, eine Glocke – und die Frage, die über allem schwebte: Wie lange tragen die Füße?

Das „Backyard-Ultra“-Format hat es in sich. Die Regel ist absurd einfach und gnadenlos: Jede Stunde, auf die Minute genau, läutet eine Glocke. Dann müssen alle Teilnehmer eine 6,7-Kilometer-Runde mit 71 Höhenmetern schaffen – innerhalb dieser einen Stunde. Wer schneller fertig ist, darf sich ausruhen, essen oder sogar einen Powernap machen. Und steht zur nächsten Stunde erneut am Start.

Wieder. Und wieder. Und immer wieder.

Es gibt keine Ziellinie. Es gibt nur die nächste Runde. Und die Frage, wer als Letzter übrigbleibt. Alle anderen Teilnehmer haben technisch gesehen dann ein DNF in der Ergebnisliste stehen.

Organisiert wurde dieses surreale Lauferlebnis von der Wäller Ultralegende Katja Dasbach und ihrer Crew. Danke, Katja! Man kann mit ruhigem Gewissen sagen: Es gibt kein Sportevent auf der Welt, bei dem man für so wenig Geld so viel laufen darf.

Das Event geht über zwei Tage – bis nur noch eine Läuferin oder ein Läufer übrig ist. Der spätere Gewinner muss am Ende nur noch eine einzige Runde mehr beenden als alle anderen. Als Preis gab es dafür – passend zum Ausdauer-Marathon – eine Kreuzfahrt.

Sebastian Wolf, Erhan, Thomas und Sebastian Lachermeier (von links) sind für die „MANNschaft“ in Höchstenbach gewesen.

Und genau hier zeigt sich, was diesen Sport so besonders macht: Ein „DNF“ klingt nach Scheitern. Ist es aber nicht. Jede Runde mehr ist ein Sieg über den Kopf, der längst „Schluss jetzt“ schreit.

Während der eine sich durch die Nacht und die Höhenmeter kämpft, halten die anderen den Block warm, reichen Wasser, klatschen ab. Insgesamt waren 192 Teilnehmer gemeldet, der ein oder andere mit professionellem Team im Rücken.

Gewinner des gesamten Events wurde am Ende Devin Agca mit unfassbaren 34 Runden und 228 km. 34-mal die Glocke. Unser tiefster Respekt an Devin.





Die „MANNschaft“ beim Backyard:

Erhan Sigircio mit 11 Runden und 73,76 km, Sebastian Wolf mit 10 Runden und 67,06 km, Thomas Steinebach mit 7 Runden und 46,94 km sowie Sebastian Lachermeier mit 5 Runden und 33,53 km.

Podestplatz und Premieren: „MANNschaft“ überzeugt beim Bonn-Triathlon

Der „Bonn-Triathlon“ 2026 hat am vergangenen Wochenende seinem Ruf als eines der anspruchsvollsten Ausdauerevents der Region einmal mehr alle Ehre gemacht. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen stellten sich rund 1.600 Athleten der Herausforderung aus Schwimmen, Radfahren und Laufen über die Mitteldistanz. Mit dabei waren auch vier Starter der „MANNschaft“, die starke Leistungen auf der Strecke zeigten. Diese führte auf dem Rad durch das rechtsrheinische Beuel bis ins Siebengebirge. Und auch gelaufen wurde entlang der Rheinpromenade auf Beueler Seite.

Blick auf das Beueler Rheinufer. Foto: Zucca/Bundesstadt Bonn

Der traditionsreiche Wettkampf, der erstmals 1991 ausgerichtet wurde, hielt in diesem Jahr einige Besonderheiten bereit. So gingen zum Beispiel erstmals Para-Athleten an den Start. Aufgrund des niedrigen Rheinpegels musste die Schwimmstrecke zudem kurzfristig angepasst werden und fiel sogar rund 400 Meter länger aus als ursprünglich geplant.

Nach dem Sprung ins Wasser warteten mehr als vier Kilometer Schwimmen im Rhein, anschließend 64 Kilometer auf dem Rad mit rund 800 Höhenmetern durch das Siebengebirge sowie zum Abschluss 15 Laufkilometer entlang der Beueler Rheinpromenade.

Trotz dieser Herausforderungen herrschte längs der gesamten Strecke beste Stimmung. Hunderte Zuschauer feuerten die Sportler lautstark an und sorgten insbesondere im neu gestalteten Zielbereich für Gänsehaut-Momente.

Für die vier Starter der „MANNschaft“ stand neben dem sportlichen Erfolg vor allem das Sammeln wertvoller Wettkampferfahrung im Vordergrund.

Lucas auf der Laufstrecke.

Besonders erfreulich verlief der Triathlon für Routinier Jörg Schütz, der nach 3:50:01 Stunden das Ziel erreichte. Mit 32:46 Minuten im Schwimmen, 2:00:23 Stunden auf dem Rad und 1:09:51 Stunden beim Lauf belegte er den hervorragenden 2. Platz in der Altersklasse M60 sowie Rang 141 im Herrenbereich. Damit bescherte er der „MANNschaft“ das beste Ergebnis an diesem Tag und durfte sich über einen verdienten Platz auf dem Podium freuen.

Ebenfalls überzeugte sein Sohn Niklas Schütz, der nach 3:53:38 Stunden das Ziel erreichte. Mit 37:42 Minuten im Rhein, 2:00:45 Stunden auf dem Rad und starken 1:07:13 Stunden auf der Laufstrecke belegte er Rang 178 im Männerfeld sowie Platz 36 in der Altersklasse M30.

Für das Vater-Sohn-Duo war der „Bonn-Triathlon“ ein wichtiger Formtest auf dem Weg zur gemeinsamen Teilnahme an der „Ironman“-Europameisterschaft in Frankfurt am 28. Juni, wo beide erstmals gemeinsam über die Langdistanz an den Start gehen werden.

Lucas Benten absolvierte den Bonner Wettkampf in 4:03:47 Stunden. Seine Einzelzeiten von 41:01 Minuten im Schwimmen, 1:58:58 Stunden auf dem Rad und 1:16:49 Stunden beim Laufen bedeuteten für ihn Platz 268 unter den Herren und Rang 41 in der Altersklasse M35. Speziell auf der Radstrecke zeigte er eine starke Leistung und legte damit die Grundlage für ein erfolgreiches Rennen.

Für Leonie Längricht war der „Bonn-Triathlon“ eine ganz besondere Premiere. Erstmals stellte sie sich einer Wettkampfdistanz dieser Größenordnung und meisterte die Herausforderung mit Bravour. Nach 38:51 Minuten Schwimmen, 2:41:35 Stunden auf dem Rad und 1:44:55 Stunden auf der Laufstrecke erreichte sie – nach insgesamt 5:16:24 Stunden – glücklich das Ziel. Mit Platz 47 in der Altersklasse W25 sammelte sie wertvolle Erfahrungen für kommende Wettbewerbe und bewies bei ihrer ersten Mitteldistanz großen Kampfgeist und beeindruckende Ausdauer.

Ein Podestplatz, eine erfolgreiche Premiere und ein vielversprechender Formtest für die anstehende Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt: Die „MANNschaftler“ konnten beim diesjährigen „Bonn-Triathlon“ auf ganzer Linie überzeugen. Bei besten Bedingungen setzte das von „MANN Naturenergie“ gesponserte Team damit ein weiteres sportliches Ausrufezeichen in einer bislang erfolgreichen Saison.

Und auch die Organisatoren des Events zogen ein durchweg positives Fazit: Besonders die Anpassungen an der Radstrecke sowie der neue Zielbereich an der Rheinpromenade wurden von Teilnehmern und Zuschauern gleichermaßen gelobt.

Niklas Schütz, Leonie Längricht und Jörg Schütz (von links) im Ziel. Foto: Linda Bruch

Heimspiel im schönen Westerwald

Der „Löwentriathlon“ gefällt alljährlich allen Teilnehmern ganz besonders, weil er toll organisiert ist und im Herzen des schönen Westerwaldes stattfindet, am und um den dortigen Postweiher. In der Region also, in der „MANN Strom“ ansässig ist. Und die „MANNschaft“ ebenfalls zu Hause – und deswegen selbstverständlich beim Heimspiel am Start gewesen ist!

Eine super Kulisse für das Event. Foto: Dominik Ketz/Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH

Triathlon ist Einzelsport? Nun, nimmt man diejenigen dazu, die am Streckenrand stehen und sich die Seele aus dem Leib brüllen, um jene anzufeuern, die sich auf der Laufstrecke durch die letzten Meter beißen, könnte man ihn auch als „Teamsport“ bezeichnen.



Der „Löwentriathlon“ markiert das Ende des Wonnemonats Mai. Am Postweiher im Westerwalddorf Freilingen bietet er zwei vielfältige Tage, drei Distanzen – Sprint, Olympisch und Mitteldistanz –, dazu die 2. Bundesliga Süd und die Regionalliga Mitte. Und mittendrin, im eigenen Revier: die „MANNschaft“ mit zahlreichen Startern.



Kein temperiertes Hallen- oder Freibadwasser, sondern ein offenes Gewässer für die Schwimmdisziplin, ein Rundkurs durch den Postweiher. Danach ist es aufs Rad gegangen – rund um die Westerwälder Seenplatte, auf behördlich abgesperrten Straßen und mit ordentlich Höhenmetern, wo die Beine schon mal ein ernstes Wörtchen mitreden.




Den Schlusspunkt hat die Laufrunde um einen Campingplatz und das Strandbad am See gesetzt, vorbei an allen, die noch eine letzte Portion Energie fürs Anfeuern übrig hatten. Heimspiel eben – mit zahlreichen Startern auf der Strecke und Supportern drumherum, die das Event erst so richtig laut gemacht haben.

Der diesjährige „Löwentriathlon“ hatte viele Gesichter. Für den einen war es der allererste Triathlon. Für den anderen die Generalprobe vor dem „Ironman“ Frankfurt. Oder auch ein spontaner Start, weil sich ein Vereinskollege verletzt hatte.




So verlief das Wochenende im Team der „MANNschaft“:

Samstag: Sprintdistanz (0,5 – 20 – 5 km: Sebastian Wolf legte vor und finishte in 1:13 h, Franziska Keßler folgte in 1:32 h.

Sonntag: Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen – 38 km Rad – 10 km Lauf): Hier wurde es richtig eng. Aaron Rieker brachte 2:39 h ins Ziel – ganz dicht vor Christian Schön und Robin Graf, die ihm innerhalb von nur 40 Sekunden folgten. Bei seiner Triathlon-Premiere setzte Lennart Schlimm mit 2:45 h ein dickes Ausrufezeichen, und Franziska Stahl meisterte die anspruchsvolle Strecke in 2:54 h.

Mitteldistanz (2 km Schwimmen – 75 km Rad – 21 km Lauf): Clarissa Gilles bog in 4:58 h ein, wurde Gesamt-Dritte der RLP-Wertung und gewann ihre Altersklasse W30 – stark! Bei den Männern finishte Christian Geimer in 5:07 h vor Sebastian Lachermeier (5:09 h) und Pierre Joswig (5:18 h), der sich damit Platz 3 in der RLP-Wertung M45 sicherte.