Podestplatz und Premieren: „MANNschaft“ überzeugt beim Bonn-Triathlon

Der „Bonn-Triathlon“ 2026 hat am vergangenen Wochenende seinem Ruf als eines der anspruchsvollsten Ausdauerevents der Region einmal mehr alle Ehre gemacht. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen stellten sich rund 1.600 Athleten der Herausforderung aus Schwimmen, Radfahren und Laufen über die Mitteldistanz. Mit dabei waren auch vier Starter der „MANNschaft“, die starke Leistungen auf der Strecke zeigten. Diese führte auf dem Rad durch das rechtsrheinische Beuel bis ins Siebengebirge. Und auch gelaufen wurde entlang der Rheinpromenade auf Beueler Seite.

Blick auf das Beueler Rheinufer. Foto: Zucca/Bundesstadt Bonn

Der traditionsreiche Wettkampf, der erstmals 1991 ausgerichtet wurde, hielt in diesem Jahr einige Besonderheiten bereit. So gingen zum Beispiel erstmals Para-Athleten an den Start. Aufgrund des niedrigen Rheinpegels musste die Schwimmstrecke zudem kurzfristig angepasst werden und fiel sogar rund 400 Meter länger aus als ursprünglich geplant.

Nach dem Sprung ins Wasser warteten mehr als vier Kilometer Schwimmen im Rhein, anschließend 64 Kilometer auf dem Rad mit rund 800 Höhenmetern durch das Siebengebirge sowie zum Abschluss 15 Laufkilometer entlang der Beueler Rheinpromenade.

Trotz dieser Herausforderungen herrschte längs der gesamten Strecke beste Stimmung. Hunderte Zuschauer feuerten die Sportler lautstark an und sorgten insbesondere im neu gestalteten Zielbereich für Gänsehaut-Momente.

Für die vier Starter der „MANNschaft“ stand neben dem sportlichen Erfolg vor allem das Sammeln wertvoller Wettkampferfahrung im Vordergrund.

Lucas auf der Laufstrecke.

Besonders erfreulich verlief der Triathlon für Routinier Jörg Schütz, der nach 3:50:01 Stunden das Ziel erreichte. Mit 32:46 Minuten im Schwimmen, 2:00:23 Stunden auf dem Rad und 1:09:51 Stunden beim Lauf belegte er den hervorragenden 2. Platz in der Altersklasse M60 sowie Rang 141 im Herrenbereich. Damit bescherte er der „MANNschaft“ das beste Ergebnis an diesem Tag und durfte sich über einen verdienten Platz auf dem Podium freuen.

Ebenfalls überzeugte sein Sohn Niklas Schütz, der nach 3:53:38 Stunden das Ziel erreichte. Mit 37:42 Minuten im Rhein, 2:00:45 Stunden auf dem Rad und starken 1:07:13 Stunden auf der Laufstrecke belegte er Rang 178 im Männerfeld sowie Platz 36 in der Altersklasse M30.

Für das Vater-Sohn-Duo war der „Bonn-Triathlon“ ein wichtiger Formtest auf dem Weg zur gemeinsamen Teilnahme an der „Ironman“-Europameisterschaft in Frankfurt am 28. Juni, wo beide erstmals gemeinsam über die Langdistanz an den Start gehen werden.

Lucas Benten absolvierte den Bonner Wettkampf in 4:03:47 Stunden. Seine Einzelzeiten von 41:01 Minuten im Schwimmen, 1:58:58 Stunden auf dem Rad und 1:16:49 Stunden beim Laufen bedeuteten für ihn Platz 268 unter den Herren und Rang 41 in der Altersklasse M35. Speziell auf der Radstrecke zeigte er eine starke Leistung und legte damit die Grundlage für ein erfolgreiches Rennen.

Für Leonie Längricht war der „Bonn-Triathlon“ eine ganz besondere Premiere. Erstmals stellte sie sich einer Wettkampfdistanz dieser Größenordnung und meisterte die Herausforderung mit Bravour. Nach 38:51 Minuten Schwimmen, 2:41:35 Stunden auf dem Rad und 1:44:55 Stunden auf der Laufstrecke erreichte sie – nach insgesamt 5:16:24 Stunden – glücklich das Ziel. Mit Platz 47 in der Altersklasse W25 sammelte sie wertvolle Erfahrungen für kommende Wettbewerbe und bewies bei ihrer ersten Mitteldistanz großen Kampfgeist und beeindruckende Ausdauer.

Ein Podestplatz, eine erfolgreiche Premiere und ein vielversprechender Formtest für die anstehende Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt: Die „MANNschaftler“ konnten beim diesjährigen „Bonn-Triathlon“ auf ganzer Linie überzeugen. Bei besten Bedingungen setzte das von „MANN Naturenergie“ gesponserte Team damit ein weiteres sportliches Ausrufezeichen in einer bislang erfolgreichen Saison.

Und auch die Organisatoren des Events zogen ein durchweg positives Fazit: Besonders die Anpassungen an der Radstrecke sowie der neue Zielbereich an der Rheinpromenade wurden von Teilnehmern und Zuschauern gleichermaßen gelobt.

Niklas Schütz, Leonie Längricht und Jörg Schütz (von links) im Ziel. Foto: Linda Bruch