Support in der „MANNschaft“: „Das ist schon heftig!“

Einmal den „Ironman“ zu finishen, davon hatte Pierre Joswig lange geträumt. Als er vor gut zwei Jahren zur „MANNschaft“ kam, war die Vorbereitung auf die Langdistanz in Frankfurt sein Ziel. Er sparte eifrig für die Verwirklichung seines Traums – ein Starplatz schlägt, inklusive Gebühren, mit knapp 1.000 Euro zu Buche! Er erhaschte eines der so teuren wie begehrten Tickets – doch der Wettkampftag am 28. Juni dieses Jahres verlief alles andere, als geplant… Mit verständlicherweise traurigem Unterton erzählt Pierre davon, dass er „zu viel kreuz und quer geschwommen“ sei, damit eine zu lange Strecke zurücklegen musste und bereits in der ersten Disziplin aus der Zeit fiel… Doch nur einen Satz später klingt er freudig – und berichtet von einer unglaublichen Aktion, mit der ihn die Teamkollegen aus der „MANNschaft“ nach diesem Missgeschick wieder aufbauten.

Das Team beim „Mörsbachmän“.

Pierre lacht: Noch immer schwimme er langsam.

„Mir war klar: Für meinen Kopf brauche ich einmal die Langdistanz!“, beschreibt Pierre das seelische Dilemma, in dem er nach Frankfurt steckte. „Die ‚MANNschaft‘ hat für mich daraufhin eine Langdistanz vor der Haustür organisiert! Und dafür gesorgt, dass ich die nicht alleine machen muss“, ist er begeistert. „Es waren immer 20 bis 30 Leute mit mir aktiv, die mich an dem Tag begleitet haben. Die haben Versorgungsstände aufgebaut, Getränke und Essen beschafft.“

Nur einen Monat nach dem Event in der Main-Metropole legte die „MANNschaft“ somit einen Triathlon für Pierre auf, den „Ironman Westerwald“, mit Start am Badesee Klingelwiese bei Maxsain. Per Rad ging es von dort nach Freilingen, weiter nach Bendorf – dreimal wurde der Radteil absolviert, um auf die nötige Distanz zu kommen. Um den abschließenden Marathon zu erreichen, liefen alle zwischen der Klingelwiese und Maxsain hin und her. „Jetzt kann ich den ‚Ironman‘ abhaken“, zeigt sich Pierre erleichtert, „mit einer reinen Zeit von 12:37 Stunden.“

Auch die Sponsoren feuern „ihre“ Sportler an: Markus Mann von „MANN Strom“ (2. v. links) mit Pierre Joswig sowie Friedrich und Konstantin von Niessen (v. links) im Freibad Dickendorf vor dem Start.

Beim „Mörsbachmän“ (siehe „Sicher auch 2027 als Gemeinschaft dabei“) ist er in diesem Jahr nach 2025 zum zweiten Mal gestartet. Das Event habe ihm so viel Spaß gemacht, dass er „auf jeden Fall“ wiederkommen wollte. „Hier ist der Druck nicht so groß – hier ist alles dabei: vom Profi bis zum Jedermann, der zum ersten Mal einen Triathlon macht“, verdeutlicht der „MANNschaftler“.

Der Sportler lobt, dass die „MANNschaft“ ihm während der gesamten Zeit helfe, in seinem Lieblingssport besser und besser zu werden, mit Schwimmtraining im Hachenburger Hallenbad in den Wintermonaten und jetzt, im Sommer, im Freibad Herschbach wie eben dem Badesee Klingelwiese „Ich bin zwar noch immer einer der langsamsten Schwimmer“, lacht Pierre, „aber trotzdem bin ich durchs Training schneller geworden.“ Er sei dankbar für die Tipps nicht nur des sportlichen Leiters Christian Geimer, „auch andere, die schon Erfahrung haben, geben mir gute Hinweise. Einer der Kollegen hat sogar Unter-Wasser-Videos gedreht zur Technikanalyse – alle unterstützen mich. Das ist schon heftig!“

Christian Geimer (hier bei der Zeitnahme im Ziel) berichtet von der speziellen Vorbereitung für den „Mörsbachmän“.

Teamkapitän Christian Geimer berichtet, dass die „MANNschaft“ im laufenden Jahr zum bereits vierten Mal den internen „MANN Cup“ aufgelegt habe, bei dem die besten fünf aus 15 Wettkämpfen wie dem „Mörsbachmän“ zählen. „Unser Ziel dabei ist, möglichst zahlreich regionale Veranstaltungen zu besuchen, so dass wir gemeinsam vor Ort sind, als große Gruppe ein Teamevent aus jedem Wettbewerb machen. Und mit entsprechend vielen Startern starten – heute beim Mörsbachmän sind 34 ein Rekord“, betont Christian. Die „MANNschaft“ wolle dadurch besonders regional präsent sein „und vielleicht auch andere Vereinslose auf uns aufmerksam machen, dass sie sich uns anschließen.“

In der „heterogenen Truppe“ (Geimer) sei „von Jung bis Alt, von blutigem Triathlon-Rookie bis zu erfahrenen Hawaii-Finishers alles dabei“. Das steigere den Trainingserfolg, aber es fördere ebenso die Verbundenheit.

Die zeigte sich beim „Mörsbachmän“ übrigens auch hinsichtlich der Sponsoren: Alle drei Unterstützer („MANN Strom“, GTV, Möbel Hüsch) waren durch ihre Geschäftsführer vertreten und haben die Athleten angefeuert.

Apropos angefeuert: Von den Nicht-Triathleten der „MANNschaft“ sind ebenfalls etliche per Rad zum „Mörsbachmän“ 2026 gekommen, um ihre Teamkollegen beispielsweise auf langen Waldpassagen mental zu unterstützen.

Die „MANNschaft“ hat gleichwohl noch mehr dafür getan, dass vor allem die Neulinge bei diesem Sprint-Triathlon im Westerwald mit einem guten Gefühl dabei sein können: Im Vorfeld wurden unter anderem die Radstreckenabschnitte in unterschiedlicher Form geübt und wichtige Punkte beleuchtet. Ebenso wurde das Schwimmtraining sechs Wochen lang auf das im Dickendorfer Freibad praktizierte Verfahren des Schwimmens „schräger Bahnen“ angepasst. „Wir gestalten das schon so, dass allein vier bis fünf Rad-Ausfahrten nur dafür da sind“, erklärt Christian, „und auch zu verschiedenen Uhrzeiten, so dass jeder dabei sein kann.“ Das Angebot werde sehr gut angenommen.

Neu im Team: Kevin Kefferpütz.

Kevin Kefferpütz ist erst seit Mai dieses Jahres Teil der „MANNschaft“ und stellt die dort gebotenen Möglichkeiten heraus, als Triathlet voranzukommen: „Hier beim ‚Mörsbachmän‘ war ich jetzt das erste Mal mit Begleitung des Teams – und das war richtig cool! Das Gemeinschaftsgefühl ist super, unterwegs viele bekannte Gesichter, die einen anfeuern. Und auch durch die anderen Starter des eigenen Teams: Mal wird man von jemandem, den man kennt, überholt, mal überholt man wen – immer ist das Mannschaftsgefühl da. Das kannte ich so nicht. Es ist eine super Gruppe.“

Kevin sieht in der „MANNschaft“ den Vorteil, dass man durch die Mitgliedschaft in dem Verein „gemeinsam den Sport machen kann, der noch nicht so weit verbreitet ist, der jetzt erst nach und nach kommt“. Besser zu werden, zusammen ein Ziel zu erreichen und Mitstreiter zu haben, mit denen man es verfolgen kann: Diese Aspekte seien Gründe für seinen Beitritt zum Verein gewesen, sagt Kevin.

„Es gibt viel Erfahrung im Team – etwa zu den Wechselzonen, wie man es sich da geschickt einrichtet; oder von vornherein zu wissen, wie man hier am besten anreist, wo man parkt, wie die Abläufe sind – da profitiert man von der Erfahrung der anderen. Ich kann nur jedem raten, hier mitzumachen – einfach, weil es viele Benefits hat“, findet Kevin. „Wir bekommen Startgebühren erstattet, und ebenso können wir nach den offiziellen Öffnungszeiten auf die Sportbahnen in den Bädern und wirklich schwimmen.“

Benjamin Klöckner ist schon länger Mitglied der „MANNschaft“, trat bereits ein Jahr nach deren Gründung ein und seit 2013 dur an“, von der „Corona“- und zwei Verletzungspausen abgesehen. Ursprünglich war er Fußballer, trat bis zum 30. Lebenjahr vor die Lederkugel und nicht in die Pedalen. Doch an sich wollte er immer Triathlon machen. Zwar sei die Ausrüstung dafür teuer, „aber irgendwann habe ich das Rad bekommen und seither bin ich Feuer und Flamme.“

Auch Benjamin unterstreicht, dass Triathlon eine Randsportart sei. „Und die ‚MANNschaft‘ war seit jeher ein professioneller Triathlon-Verein, er bietet gute Trainingsbedingungen. Schon damals gab es einen Schwimmtrainer. Und es ist nicht so einfach, ein Schwimmbad zu bekommen. Da unterstützt uns das Sponsoring sehr, dass wir das ermöglicht bekommen.“ Das seien die Günde für seine Mitgliedschaft gewesen, schildert der Sportler. Den Austausch, das Zusammensein mit den anderen, daran sieht er ebenso erhebliche Vorteile, wiewohl Triathlon eigentlich eine Einzelsportart ist.

Kam im April zur „MANNschaft“: Franziska Stahl.

Franziska Stahl ist wie Kevin noch nicht allzu lange Teil der „MANNschaft“. Anfang April kam sie hinzu „Tatsächlich war Mörsbach im vergangenen Jahr mein erster Triathlon überhaupt. Ich habe ein Plakat gesehen, das den Wettbewerb bewarb. Ich habe dann einen Monat vorher mit dem Training begonnen, und sofort hat mir Triathlon-Sport super gefallen; ich komme eigentlich aus dem Kraftsport. Aber das hat mir nicht mehr so den Kick gegeben.“

Durch einen Bekannten kam Franziska mit der „MANNschaft“ in Kontakt. „Du hast halt hier super viel Unterstützung“, lobt sie ebenfalls den Zusammenschluss. „Wenn du sagst, du willst am Wochenende eine Radausfahrt machen, schreibst du in die Gruppe rein, und dann schließen sich immer irgendwelche Leute an. Du stehst nie alleine da. Das ist richtig, richtig cool.“

Und offenbar hilft die Gemeinschaft, die Trainingsgruppe tatsächlich, eigene Vorhaben zu verwirklichen: „Ich habe mich in diesem Jahr um fünfeinhalb Minuten beim ‚Mörsbachmän‘ verbessert, bin super happy“, strahlt Franziska.

Fotos: Redaktion „Wäller Energiezeitung“/Bakic, Schmalenbach

Die MANNschaft beim 40. „Mörsbachmän“

Besonderes Flair, tolle Leistung

Vermutlich ist der spektakuläre Zieleinlauf vor der Kulisse der Skyline ein Grund für die Beliebtheit des „Frankfurt City Triathlon“. Rund 3.000 Teilnehmer sind bei seiner 16. Austragung am zurückliegenden Wochenende eine Rekordmarke – und klar: da durfte die „MANNschaft“ nicht fehlen!

Die Skyline ist eine tolle Kulisse für den Wettbewerb. Foto: visitfrankfurt_plazy_Isabela_Pacin

Mit Franziska Keßler und Leonie Längricht war der von „MANN Strom“ unterstützte Verein auf der Olympischen Distanz vertreten. Beide Athletinnen zeigten auf der abwechslungsreichen Strecke, die sich aus 1,5 km Schwimmen, 45 km Radfahren und 10 km Laufen zusammensetzt, starke Leistungen.

Leonie kommt aus dem Wasser. Foto: Niklas Schütz

Vom Schwimmstart im Langener Waldsee über die schnelle Radstrecke bis hin zum stimmungsvollen Zieleinlauf auf der Frankfurter Hauptwache bot die Veranstaltung beste Bedingungen und eine besondere Atmosphäre für Teilnehmer und Zuschauer gleichermaßen.

Franziska absolvierte einen gelungenen Wettkampftag mit einer konstant guten Leistung in allen drei Disziplinen! Nach 38:01 Minuten im Langener Waldsee wechselte sie auf die Radstrecke, die sie in 1:22:55 Stunden bewältigte. Mit einem starken 10-km-Lauf in 52:14 Minuten sicherte sie sich nach 3:05:37 Stunden den 89. Platz in der Frauenwertung sowie Rang 21 in der Altersklasse W30.

Auch Leonie meisterte die Olympische Distanz erfolgreich. Sie verließ das Wasser nach 39:28 Minuten, fuhr die 45 Kilometer auf dem Rad in 1:36:26 Stunden und erreichte nach dem 10-km-Lauf in 1:08:54 Stunden das Ziel in einer Gesamtzeit von 3:38:56 Stunden. Damit belegte sie den 260. Platz der Frauenwertung sowie Rang 70 in der Altersklasse W25.

Leonie auf der Laufstrecke. Foto: Niklas Schütz

Für beide Athletinnen stand in Frankfurt nicht nur die sportliche Leistung im Vordergrund, sondern auch das besondere Flair einer der großen Triathlonveranstaltungen in Deutschland. Zahlreiche Zuschauer entlang der Strecke sorgten für beste Stimmung und begleiteten die Teilnehmerinnen bis auf die letzten Meter ins Ziel.

Mit zwei erfolgreichen Finisherinnen konnte die „MANNschaft“ auch bei diesem Wettbewerb überzeugen und ihre starke Präsenz bei überregionalen Triathlonwettbewerben einmal mehr unter Beweis stellen.




Foto: Niklas Schütz

Ziemlich müde auf der Roßalm

Distanzen von 21,8 Kilometern bis 201,9 Kilometern Länge, dazu zwischen 567 und 7.020 Höhenmetern: Bei der „Salzkammergut Trophy“ geht es durch herrliche Landschaften – und in jedem Fall viel „rauf und runter“. Sören aus der „MANNschaft“ hat das Trikot mit dem „MANN Strom“-Logo übergestreift und sich in Bad Goisern auf die zweitlängste Strecke des diesjährigen Wettbewerbs gemacht. Das hieß: Er musste 119,6 Kilometer mit 3.521 Höhenmetern bewältigen.

Foto: Erwin Haiden

Foto: Erwin Haiden

„Für mich bedeutete das, dass ich mir meine Kraft einteilen musste, damit ich über die Distanz kam“, erzählt Sören nach der Rückkehr aus dem Salzkammergut. „In einer wunderschönen Landschaft konnte ich die ersten 60 Kilometer gut zurücklegen. Dann kam jedoch der Anstieg zur Roßalm, dem höchsten Punkt der Strecke. In diesem Anstieg war ich schon ziemlich müde…“

Immerhin: Nachdem der „MANNschaftler“ die Roßalm erreicht hatte, sind die meisten der Höhenmeter gefahren gewesen. Und auf der anschließenden, langen Abfahrt konnte er sich gut erholen. Zudem: „Ein Halt bei den nächsten Verpflegungsstationen half mir, meine Kraft wieder aufzufüllen“, beschreibt Sören. Das Angebot an den Verpflegungsstationen der „Salzkammergut Trophy“ war nach seiner Schilderung außergewöhnlich gut.

Sören auf den 119 Kilometern.
Foto: sportograf.com

Und noch etwas gefielt ihm ganz besonders: „Die Zuschauer sind so was von spitze gewesen! Wirklich jeder ist bis zum letzten Mann von ihnen angefeuert worden, so dass man als Fahrer das Gefühl hatte, man würde hier um den Sieg mitfahren können. Überall auf der Strecke trifft man immer wieder auf Zuschauergruppen, die die Fahrer den ganzen Tag unterstützen, auch an den entlegensten Stellen mitten im Wald“, sagt Sören.

Den letzten längeren Anstieg – er wies noch einmal knapp 600 Höhenmeter auf – bewältigte er recht gut. Dann der Zieleinlauf in Bad Goisern: Wieder belohnt eine tolle Atmosphäre für die Anstrengungen. Nach einer Fahrzeit von 8:14,47 Stunden ist der Fahrer aus der „MANNschaft“ dort im Ziel und erreicht damit in der Klasse M40 den 125. Platz von 192 in Wertung befindlichen Fahrern.

Sörens Resümee: „Für mich die beste Veranstaltung, an der ich bis jetzt teilnehmen durfte! Und ich werde bestimmt wieder daran teilnehmen.“

Foto: Erwin Haiden






Mit „MANN Strom“-Logo in der imposanten Bergwelt

Drei Tage, fünf Pässe, über 4.000 Höhenmeter: Der „Engadin Radmarathon“ gehört mit seiner spektakulären Strecke durch die Schweizer Alpen wohl zu den schönsten Radrennen unseres Nachbarlandes. Bei der diesjährigen Ausgabe stellten sich auch zwei „MANNschaftler“ der sportlichen Herausforderung und genossen dabei das Panorama der imposanten Bergwelt.

Eine herrliche Umgebung in den Bergen! Foto: Mayk Wendt

Am ersten Juli-Wochenende traten Carina und Daniel mit dem Logo von „MANN Strom“ auf dem Trikot beim 21. „Engadin Radmarathon“ in der Schweizer Gemeinde Zernez an. Bei kühlen Temperaturen fiel um 7 Uhr morgens der Startschuss zur Strecke „La Cuorta“ über 97 Kilometer und 1.400 Höhenmeter. Direkt zum Beginn ging es 400 Höhenmeter hinauf nach „Ova Spin“, dann durch den knapp vier Kilometer langen und schmalen Tunnel nach Livigno und weiter hinauf auf den 2.315 Meter hohen Pass „Forcola di Livingo“. Hier wärmte schließlich auch die Sonne von einem strahlend blauen Himmel.

Für Carina geht es bergauf.

Nach einer Abfahrt führte die Strecke durch wunderschöne und kurvenreiche Landschaft auf den 2.329 Meter hohen „Passo Bernina“, bevor es über Pontresina und La Punt leicht abfallend rund 40 Kilometer zurück nach Zernez ging. Pannenfrei erreichte Daniel nach 3:15 Stunden und Carina nach 5:25 Stunden das Ziel.

Am darauffolgenden Sonntag startete Daniel dann zur zweiten Etappe des Wochenendes, der Strecke „La Svizra“ über 120 Kilometer und 2.800 Höhenmeter. Und auch diese hatte es in sich: Früh um 6 Uhr stand nach einem kurzem Flachstück nach Susch direkt der knapp 2.400 Meter hohe „Flüelapass“ auf dem Programm. Nach 13 Kilometern mit einer durchschnittlichen Steigung von 7,4 Prozent folgte die schnelle Abfahrt nach Davos – nur unterbrochen durch zwei Baustellen.

Die Strecken, auf denen Daniel unterwegs war, sind ein Traum für Rennradfahrer.

Weiter abfallend durch das Landwassertal und den gleichnamigen Tunnel leitete die Strecke die Radsportler nach Alveneu auf rund 950 Metern Meereshöhe, bevor es mit 1.350 Höhenunterschied den sich am längsten hinziehenden Berg des Tages hinauf zum „Albulapass“ ging. Mit diesem wartete ein weiteres Highlight auf Daniel und seine Mitstreiter. Denn der Gebirgsübergang führt durch kleine Bergdörfer und entlang der rätischen Bahn. Ein Traum für Rennradfahrer!

Carina im Ziel.

Bei weiterhin herrlichem Wetter kam nun die schnelle Abfahrt nach La Punt, wo eine geschlossene Bahnschranke ein paar Minuten kostete, bevor es wieder flach wie am Vortag zum Ziel nach Zernez ging. Mit einer Fahrzeit von 4:53 Stunden erreichte Daniel genau seine geplante Zeit und schloss die Gesamtwertung nach beiden Tagen auf Platz 201 in der oberen Hälfte ab.

Für die Teilnehmer der „MANNschaft“ war der „Engadin Radmarathon“ ein wunderbares Erlebnis, das sehr positiv in Erinnerung bleiben wird: Angefangen von den guten Chancen auf einen Startplatz konnte das Event unsere „MANNschaftler“ mit atemberaubenden Strecken vor einer Traumkulisse und einer sportlichen Challenge der Extraklasse absolut überzeugen.

Punkte für den Cup

Die Gemarkung Winden dehnt sich auf einer Fläche von 700 Hektar aus – 550 davon entfallen auf Wald. Wenn dort ein Sportevent stattfindet, das sich „Landschaftslauf“ nennt, ist das also keine Übertreibung: Hier geht es wirklich „durchs Grüne“, immer wieder gibt es reizvolle Ausblicke auf Westerwald und Taunus. Vermutlich ist die herrliche Gegend ein Grund dafür, dass der „Landschaftslauf Winden“ nach nur zwei Jahren seinen festen Platz im Kalender des „Wäller-Lauf-Cups“ und bereits eine echte Fan-Community hat: Trotz Sommerferien sind bei der diesjährigen Austragung 145 Sportler im 800-Einwohner-Dorf an den Start gegangen – darunter drei im Trikot der „MANNschaft“.

Start zum 5-Kilometer-Lauf in Winden. Foto: Gebhard Linscheid

Die wunderschöne Umgebung sollte einen nicht täuschen: Auf der 10-Kilometer-Distanz des „Landschaftslaufs“ sind 192 Höhenmeter zu bewältigen. Auch insgesamt ist der Kurs sicher einer der anspruchsvolleren im „Wäller-Lauf-Cup“.

In diesem Jahr musste die Strecke kurzfristig angepasst werden, da eine Straßensperrung nicht freigegeben war. Die neue Route führte über Feldwege hinab in Richtung Gelbachtal. Was zunächst nach einer schnellen Passage aussah, entpuppte sich als echte Herausforderung: Rund 180 Höhenmeter ging es am Stück bergab, bevor dieselbe Höhendifferenz ohne Unterbrechung wieder bergauf zu bewältigen war. Speziell aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen verlangte dieser lange Anstieg den Läufern alles ab.

Eine gute Organisation und beherzte Unterstützer des Veranstalters halfen auf der Strecke mitten in der Natur den Sportlern allerdings durch Abkühlung und Getränkestellen.

Clarissa (Mitte) bei der Siegerehrung als schnellste Frau. Foto: Gebhard Linscheid

Bei diesem fünften Lauf des Cups in der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau gab es für „MANNschaftler“ auf der Zehn-Kilometer-Distanz ordentlich Punkte: Clarissa (46:00 min) sicherte sich den Gesamtsieg der Frauen, Sebastian (44:58 min) kam als Fünfter der Gesamtwertung ins Ziel (sowie Altersklassensieger der M30). Und auf der Fünf-Kilometer-Runde sicherte sich Franziska (28:22 min) den zweiten Platz bei den Frauen und den ersten Platz ihrer Altersklasse.

„(…) der Landschaftslauf Winden lebt nicht allein von schnellen Zeiten und sportlichen Erfolgen. Sein besonderer Charakter entsteht durch die familiäre Atmosphäre, die herzliche Gastfreundschaft und das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement vieler Menschen“, schildert Ortsbürgermeister Gebhard Linscheid. „Entlang der Strecke, im Start- und Zielbereich sowie bei der Versorgung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zahlreiche Helferinnen und Helfer im Einsatz und sorgten dafür, dass sich alle Gäste in Winden willkommen fühlten. Gerade dieses Miteinander macht den Landschaftslauf Jahr für Jahr zu einer Veranstaltung, die weit über die Region hinaus geschätzt wird.“

Das Trikot mit dem Logo von „MANN Strom“ ist dreifach vertreten gewesen.

Im MANN-Strom-Trikot auf einem historischen Maultierpfad

Korsika: Die französische Insel ist ein beliebter Urlaubsort und ebenso ein Ziel vieler Läufer. Denn in der Stadt Corte beginnt nicht nur das erlebenswerte Restonica-Tal, sie ist zudem Start- und Zielpunkt für eine Reihe Wettbewerbe in eben diesem äußerst reizvollen Landstrich.

MANNschafts-Mitglied und „MANN-Naturenergie“-Mitarbeiter Daniel Rahn hat dort seine diesjährigen Sommerferien mit der Familie verbracht. Er ist soeben in den heimischen Westerwald zurückgekehrt und schildert uns seine noch frischen Eindrücke von einem besonderen Lauf auf Korsika, zu dem er obendrein mit besonderem Schuhwerk aufgebrochen ist…

Hier sein Bericht:

Start in Corte. Fotos: Rahn

„Unser diesjähriger Sommerurlaub verschlug meine Familie nach Korsika. Mit dem Camper einmal rund um die Insel. Und wie es bei uns eigentlich üblich ist, suchen wir auch immer nach einem regionalen Sportevent zur Teilnahme. Ideal, um Land und Leute von einer anderen Seite kennenzulernen!

So kam es zum Start bei einem Event der ‚UTMB World Series‘, von denen es weltweit über 60 gibt. Der ‚GT20K‘ auf Korsika war wie folgt beschrieben: ‚Der 17 km lange ‚Giru di Tumbone‘ mit 650 Höhenmetern lädt dazu ein, die Pracht Korsikas zu entdecken. Die Strecke ist ideal für Einsteiger sowie für Läufer, die eine kurze, aber technisch anspruchsvolle Route suchen; sie lässt Sie in die authentische Welt der korsischen Berge, ihres kulturellen Erbes und ihrer unberührten Natur eintauchen.

Daniel und Steffi unterwegs.

Der Start in Corte ist geprägt von der lebendigen Atmosphäre der Stadt, die jedoch schnell malerischen und abwechslungsreichen Pfaden weicht. Sie laufen auf dem historischen Maultierpfad ‚Mare a Mare Nord‘, durchqueren bezaubernde Landschaften – wie die Bergrücken des Monte Tumbone und die Umgebung der Kapelle San Rocco – und genießen dabei Panoramablicke auf Corte und das Rotondu-Massiv. Der Rückweg führt über einen unterhaltsamen Abstieg durch einen Kastanienhain, bevor Sie die Ebene erreichen, die den nahen Zieleinlauf ankündigt. Das Rennen findet seinen krönenden Abschluss in der historischen Altstadt von Corte. Dieses abwechslungsreiche und gut zugängliche Format bietet den perfekten Einstieg in die technischen Trails Korsikas, auf denen jeder Schritt atemberaubende Landschaften offenbart.‘

Daniel und seine Frau Steffi sind eine Stunde und sieben Minuten lang auf dem technisch anspruchsvollen Kurs unterwegs gewesen und als 497. und 499. in der Gesamtwertung in Corte über die Ziellinie gelaufen.

Lustigerweise fing dieses Urlaubs- und Trailrunningprojekt eigentlich schon rund um Ostern an. Da testeten wir nämlich das Camperdasein bei einem Wochenendtrip in den Niederlanden. Beim Schlendern durch das wirklich sehenswerte Städtchen Haarlem fiel mir ein Laden mit vereinzelten Laufschuhen auf“, erzählt Daniel. Und weiter: „Als ich näher nachgeschaut habe, war es statt eines Sportgeschäfts aber eher ein Büro, das ein paar Laufschuhe ausgestellt hatte. Es war das ‚Atelier‘ des Startup-Unternehmens ‚4T2‘. Eine Laufschuhmarke, die mir bis dahin gänzlich unbekannt war.“

Die besonderen Schuhe aus Haarlem.

Die Neugierde verschlug Daniel hinein, und er kam direkt mit dem Firmengründer und Inhaber ins Gespräch. Die Marke wird „four-tee-two“ ausgesprochen – abgeleitet von der Marathondistanz, erfuhr der MANNschaftler dort. „‚Nichts für mich‘, sagte ich direkt“, schmunzelt Daniel. „Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Man könne auch ‚for-trails-too‘ dazu sagen – und schon hatte ich ein paar neue Trailrunning-Schuhe in der Einkaufstasche.

Um diese Geschichte abzuschließen: Die Schuhe trugen mich bestens über die Trails Korsikas. Ein traumhaftes Event mit ganz viel Herzblut der lokalen Helfer.“