Mit „MANN Strom“-Logo in der imposanten Bergwelt

Drei Tage, fünf Pässe, über 4.000 Höhenmeter: Der „Engadin Radmarathon“ gehört mit seiner spektakulären Strecke durch die Schweizer Alpen wohl zu den schönsten Radrennen unseres Nachbarlandes. Bei der diesjährigen Ausgabe stellten sich auch zwei „MANNschaftler“ der sportlichen Herausforderung und genossen dabei das Panorama der imposanten Bergwelt.

Eine herrliche Umgebung in den Bergen! Foto: Mayk Wendt

Am ersten Juli-Wochenende traten Carina und Daniel mit dem Logo von „MANN Strom“ auf dem Trikot beim 21. „Engadin Radmarathon“ in der Schweizer Gemeinde Zernez an. Bei kühlen Temperaturen fiel um 7 Uhr morgens der Startschuss zur Strecke „La Cuorta“ über 97 Kilometer und 1.400 Höhenmeter. Direkt zum Beginn ging es 400 Höhenmeter hinauf nach „Ova Spin“, dann durch den knapp vier Kilometer langen und schmalen Tunnel nach Livigno und weiter hinauf auf den 2.315 Meter hohen Pass „Forcola di Livingo“. Hier wärmte schließlich auch die Sonne von einem strahlend blauen Himmel.

Für Carina geht es bergauf.

Nach einer Abfahrt führte die Strecke durch wunderschöne und kurvenreiche Landschaft auf den 2.329 Meter hohen „Passo Bernina“, bevor es über Pontresina und La Punt leicht abfallend rund 40 Kilometer zurück nach Zernez ging. Pannenfrei erreichte Daniel nach 3:15 Stunden und Carina nach 5:25 Stunden das Ziel.

Am darauffolgenden Sonntag startete Daniel dann zur zweiten Etappe des Wochenendes, der Strecke „La Svizra“ über 120 Kilometer und 2.800 Höhenmeter. Und auch diese hatte es in sich: Früh um 6 Uhr stand nach einem kurzem Flachstück nach Susch direkt der knapp 2.400 Meter hohe „Flüelapass“ auf dem Programm. Nach 13 Kilometern mit einer durchschnittlichen Steigung von 7,4 Prozent folgte die schnelle Abfahrt nach Davos – nur unterbrochen durch zwei Baustellen.

Die Strecken, auf denen Daniel unterwegs war, sind ein Traum für Rennradfahrer.

Weiter abfallend durch das Landwassertal und den gleichnamigen Tunnel leitete die Strecke die Radsportler nach Alveneu auf rund 950 Metern Meereshöhe, bevor es mit 1.350 Höhenunterschied den sich am längsten hinziehenden Berg des Tages hinauf zum „Albulapass“ ging. Mit diesem wartete ein weiteres Highlight auf Daniel und seine Mitstreiter. Denn der Gebirgsübergang führt durch kleine Bergdörfer und entlang der rätischen Bahn. Ein Traum für Rennradfahrer!

Carina im Ziel.

Bei weiterhin herrlichem Wetter kam nun die schnelle Abfahrt nach La Punt, wo eine geschlossene Bahnschranke ein paar Minuten kostete, bevor es wieder flach wie am Vortag zum Ziel nach Zernez ging. Mit einer Fahrzeit von 4:53 Stunden erreichte Daniel genau seine geplante Zeit und schloss die Gesamtwertung nach beiden Tagen auf Platz 201 in der oberen Hälfte ab.

Für die Teilnehmer der „MANNschaft“ war der „Engadin Radmarathon“ ein wunderbares Erlebnis, das sehr positiv in Erinnerung bleiben wird: Angefangen von den guten Chancen auf einen Startplatz konnte das Event unsere „MANNschaftler“ mit atemberaubenden Strecken vor einer Traumkulisse und einer sportlichen Challenge der Extraklasse absolut überzeugen.

Punkte für den Cup

Die Gemarkung Winden dehnt sich auf einer Fläche von 700 Hektar aus – 550 davon entfallen auf Wald. Wenn dort ein Sportevent stattfindet, das sich „Landschaftslauf“ nennt, ist das also keine Übertreibung: Hier geht es wirklich „durchs Grüne“, immer wieder gibt es reizvolle Ausblicke auf Westerwald und Taunus. Vermutlich ist die herrliche Gegend ein Grund dafür, dass der „Landschaftslauf Winden“ nach nur zwei Jahren seinen festen Platz im Kalender des „Wäller-Lauf-Cups“ und bereits eine echte Fan-Community hat: Trotz Sommerferien sind bei der diesjährigen Austragung 145 Sportler im 800-Einwohner-Dorf an den Start gegangen – darunter drei im Trikot der „MANNschaft“.

Start zum 5-Kilometer-Lauf in Winden. Foto: Gebhard Linscheid

Die wunderschöne Umgebung sollte einen nicht täuschen: Auf der 10-Kilometer-Distanz des „Landschaftslaufs“ sind 192 Höhenmeter zu bewältigen. Auch insgesamt ist der Kurs sicher einer der anspruchsvolleren im „Wäller-Lauf-Cup“.

In diesem Jahr musste die Strecke kurzfristig angepasst werden, da eine Straßensperrung nicht freigegeben war. Die neue Route führte über Feldwege hinab in Richtung Gelbachtal. Was zunächst nach einer schnellen Passage aussah, entpuppte sich als echte Herausforderung: Rund 180 Höhenmeter ging es am Stück bergab, bevor dieselbe Höhendifferenz ohne Unterbrechung wieder bergauf zu bewältigen war. Speziell aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen verlangte dieser lange Anstieg den Läufern alles ab.

Eine gute Organisation und beherzte Unterstützer des Veranstalters halfen auf der Strecke mitten in der Natur den Sportlern allerdings durch Abkühlung und Getränkestellen.

Clarissa (Mitte) bei der Siegerehrung als schnellste Frau. Foto: Gebhard Linscheid

Bei diesem fünften Lauf des Cups in der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau gab es für „MANNschaftler“ auf der Zehn-Kilometer-Distanz ordentlich Punkte: Clarissa (46:00 min) sicherte sich den Gesamtsieg der Frauen, Sebastian (44:58 min) kam als Fünfter der Gesamtwertung ins Ziel (sowie Altersklassensieger der M30). Und auf der Fünf-Kilometer-Runde sicherte sich Franziska (28:22 min) den zweiten Platz bei den Frauen und den ersten Platz ihrer Altersklasse.

„(…) der Landschaftslauf Winden lebt nicht allein von schnellen Zeiten und sportlichen Erfolgen. Sein besonderer Charakter entsteht durch die familiäre Atmosphäre, die herzliche Gastfreundschaft und das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement vieler Menschen“, schildert Ortsbürgermeister Gebhard Linscheid. „Entlang der Strecke, im Start- und Zielbereich sowie bei der Versorgung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zahlreiche Helferinnen und Helfer im Einsatz und sorgten dafür, dass sich alle Gäste in Winden willkommen fühlten. Gerade dieses Miteinander macht den Landschaftslauf Jahr für Jahr zu einer Veranstaltung, die weit über die Region hinaus geschätzt wird.“

Das Trikot mit dem Logo von „MANN Strom“ ist dreifach vertreten gewesen.

Im MANN-Strom-Trikot auf einem historischen Maultierpfad

Korsika: Die französische Insel ist ein beliebter Urlaubsort und ebenso ein Ziel vieler Läufer. Denn in der Stadt Corte beginnt nicht nur das erlebenswerte Restonica-Tal, sie ist zudem Start- und Zielpunkt für eine Reihe Wettbewerbe in eben diesem äußerst reizvollen Landstrich.

MANNschafts-Mitglied und „MANN-Naturenergie“-Mitarbeiter Daniel Rahn hat dort seine diesjährigen Sommerferien mit der Familie verbracht. Er ist soeben in den heimischen Westerwald zurückgekehrt und schildert uns seine noch frischen Eindrücke von einem besonderen Lauf auf Korsika, zu dem er obendrein mit besonderem Schuhwerk aufgebrochen ist…

Hier sein Bericht:

Start in Corte. Fotos: Rahn

„Unser diesjähriger Sommerurlaub verschlug meine Familie nach Korsika. Mit dem Camper einmal rund um die Insel. Und wie es bei uns eigentlich üblich ist, suchen wir auch immer nach einem regionalen Sportevent zur Teilnahme. Ideal, um Land und Leute von einer anderen Seite kennenzulernen!

So kam es zum Start bei einem Event der ‚UTMB World Series‘, von denen es weltweit über 60 gibt. Der ‚GT20K‘ auf Korsika war wie folgt beschrieben: ‚Der 17 km lange ‚Giru di Tumbone‘ mit 650 Höhenmetern lädt dazu ein, die Pracht Korsikas zu entdecken. Die Strecke ist ideal für Einsteiger sowie für Läufer, die eine kurze, aber technisch anspruchsvolle Route suchen; sie lässt Sie in die authentische Welt der korsischen Berge, ihres kulturellen Erbes und ihrer unberührten Natur eintauchen.

Daniel und Steffi unterwegs.

Der Start in Corte ist geprägt von der lebendigen Atmosphäre der Stadt, die jedoch schnell malerischen und abwechslungsreichen Pfaden weicht. Sie laufen auf dem historischen Maultierpfad ‚Mare a Mare Nord‘, durchqueren bezaubernde Landschaften – wie die Bergrücken des Monte Tumbone und die Umgebung der Kapelle San Rocco – und genießen dabei Panoramablicke auf Corte und das Rotondu-Massiv. Der Rückweg führt über einen unterhaltsamen Abstieg durch einen Kastanienhain, bevor Sie die Ebene erreichen, die den nahen Zieleinlauf ankündigt. Das Rennen findet seinen krönenden Abschluss in der historischen Altstadt von Corte. Dieses abwechslungsreiche und gut zugängliche Format bietet den perfekten Einstieg in die technischen Trails Korsikas, auf denen jeder Schritt atemberaubende Landschaften offenbart.‘

Daniel und seine Frau Steffi sind eine Stunde und sieben Minuten lang auf dem technisch anspruchsvollen Kurs unterwegs gewesen und als 497. und 499. in der Gesamtwertung in Corte über die Ziellinie gelaufen.

Lustigerweise fing dieses Urlaubs- und Trailrunningprojekt eigentlich schon rund um Ostern an. Da testeten wir nämlich das Camperdasein bei einem Wochenendtrip in den Niederlanden. Beim Schlendern durch das wirklich sehenswerte Städtchen Haarlem fiel mir ein Laden mit vereinzelten Laufschuhen auf“, erzählt Daniel. Und weiter: „Als ich näher nachgeschaut habe, war es statt eines Sportgeschäfts aber eher ein Büro, das ein paar Laufschuhe ausgestellt hatte. Es war das ‚Atelier‘ des Startup-Unternehmens ‚4T2‘. Eine Laufschuhmarke, die mir bis dahin gänzlich unbekannt war.“

Die besonderen Schuhe aus Haarlem.

Die Neugierde verschlug Daniel hinein, und er kam direkt mit dem Firmengründer und Inhaber ins Gespräch. Die Marke wird „four-tee-two“ ausgesprochen – abgeleitet von der Marathondistanz, erfuhr der MANNschaftler dort. „‚Nichts für mich‘, sagte ich direkt“, schmunzelt Daniel. „Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Man könne auch ‚for-trails-too‘ dazu sagen – und schon hatte ich ein paar neue Trailrunning-Schuhe in der Einkaufstasche.

Um diese Geschichte abzuschließen: Die Schuhe trugen mich bestens über die Trails Korsikas. Ein traumhaftes Event mit ganz viel Herzblut der lokalen Helfer.“

Hitzeschlacht und ein „unvollendeter“ Klassiker

Die diesjährige „Mainova IRONMAN European Championship“ in Frankfurt wird den mehr als 3.000 Athleten, die bei dem Triathlon-Highlight angetreten sind, noch lange in Erinnerung bleiben. Bei Temperaturen jenseits der 35-Grad-Marke entwickelte sich die 24. Austragung der Europameisterschaft zu einer echten Hitzeschlacht durch Frankfurt und das Umland – auch für die teilnehmenden Mitglieder der „MANNschaft“.

Foto: Ellen Kallscheuer

An der verkürzten Radstrecke. Foto: Ellen Kallscheuer

Bereits im Vorfeld hatten die Wetterprognosen – Medien berichteten gar von einer Hitzewelle „historischen“ Ausmaßes – den Veranstaltern große Sorgen bereitet. Aus Sicherheitsgründen reagierte die Rennorganisation kurzfristig mit deutlichen Anpassungen: Die Radstrecke wurde von 180 auf 125 Kilometer verkürzt, der abschließende Marathon auf einen Halbmarathon reduziert. Die Schwimmstrecke im Langener Waldsee blieb bei rund 29 Grad Wassertemperatur unverändert. Zusätzliche Verpflegungsstellen, Kühlzonen und ein engmaschiges Sicherheitskonzept ermöglichten ebenfalls, dass das Rennen dennoch stattfinden konnte.

Auch beim Laufen wurde die Distanz reduziert. Foto: Ellen Kallscheuer

Trotz dieser Maßnahmen blieb der „IRONMAN“ in Frankfurt ein extrem fordernder Wettkampf – körperlich wie mental. Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit und die lange Belastungsdauer machten das Rennen zu einer echten Grenzerfahrung. Dessen ungeachtet, sorgten Tausende Zuschauer entlang der Strecke für eine beeindruckende Stimmung; insbesondere im Zielbereich am Römerberg, dem geschichtsträchtigen Rathausplatz der Mainmetropole, wo die Finisher unter großem Applaus empfangen wurden.

Sportlich setzte sich bei den Profis der Norweger Casper Stornes vor seinem Landsmann Gustav Iden und dem Spanier Antonio Benito López durch und sicherte sich den Europameistertitel in einem hochklassigen Rennen.

Mitten in diesem außergewöhnlichen Rennszenario stellten sich auch fünf Mitglieder der „MANNschaft“ der Herausforderung „IRONMAN Frankfurt“. Für drei von ihnen sollte es sogar das Debüt auf der Langdistanz sein – und das ausgerechnet unter Bedingungen, die selbst erfahrene Triathleten an ihre Grenzen brachten. Im Fokus der „MANNschaftler“ stand dabei weniger die Platzierung als vielmehr das erfolgreiche Finish unter extremen Voraussetzungen.

Einmal mehr zeigte Jörg Schütz seine ganze Erfahrung auf der Langdistanz: Nach 1:25:40 Stunden im Schwimmen, 3:30:23 Stunden auf dem Rad und 2:11:48 Stunden im abschließenden Halbmarathon erreichte er nach 7:19:06 Stunden das Ziel.

Damit belegte er Rang 976 im Gesamtfeld sowie einen starken 6. Platz in der Altersklasse M60 und bestätigte seine konstante Form eindrucksvoll – es war bereits seine 18. Langdistanz.

Für Clarissa Gilles wurde die Europameisterschaft in Frankfurt zu einem besonderen Meilenstein. Bei ihrem ersten „IRONMAN“ überzeugte sie mit einem sehr ausgeglichenen Rennen (1:27:25/3:59:54/1:46:05) und einem starken Halbmarathon unter schwierigen Bedingungen. Nach 7:27:31 Stunden kam sie ins Ziel und erklomm Platz 20 in der Altersklasse F30 sowie Rang 1.117 im Gesamtklassement. Trotz der verkürzten Distanz sammelte sie wertvolle Erfahrungen auf der Langstrecke, wenngleich das klassische „IRONMAN“-Gefühl eben nur teilweise erlebbar war.

Foto: Ellen Kallscheuer

Auch Christian Schön meisterte in Frankfurt sein erstes Rennen über die „IRONMAN“-Distanz. Besonders auf dem Rad überzeugte er und legte damit die Grundlage für ein solides Gesamtresultat. Nach 7:47:17 Stunden (1:36:10/3:45:48/2:11:11) belegte er Platz 224 in der Altersklasse M35 und Rang 1.423 insgesamt.

Ebenfalls einen erfolgreichen Wettkampf feierte Sebastian Lachermeier: Mit konstanten Leistungen in allen drei Disziplinen (1:30:17/3:55:04/2:04:49) finishte er nach 7:45:48 Stunden und wurde 167. der Altersklasse M40 und belegte den Gesamtplatz 1.398.

Niklas (links) und Jörg Schütz nach dem Zieleinlauf auf dem Frankfurter Römer. Foto Leonie Längricht

Für Niklas Schütz wurde der Frankfurter „IRONMAN“ indes zu einem besonderen Erlebnis. Nicht nur, dass er erstmals bei einer Triathlon-Langdistanz an der Startlinie stand, er nahm auch gemeinsam mit seinem Vater Jörg teil. Mit 1:36:48 Stunden im Schwimmen, 3:50:58 Stunden auf dem Rad und einem starken Halbmarathon in 2:02:24 Stunden erreichte Niklas nach 7:50:24 Stunden das Ziel. Platz 260 in der Altersklasse M30 sowie Rang 1.462 im Gesamtfeld rundeten sein gelungenes Debüt ab.

Die „Mainova IRONMAN European Championship“ 2026 war sportlich hochklassig, organisatorisch außergewöhnlich und körperlich extrem fordernd. Die kurzfristige Streckenverkürzung war angesichts der Hitzelage notwendig, hinterließ jedoch bei vielen Athleten einen spürbaren Wermutstropfen. Auch die „MANNschaft“ zieht ein gemischtes, aber positives Fazit: fünf erfolgreiche Finisher, drei gelungene Debüts auf der Langdistanz sowie ein starkes Altersklassenresultat von Jörg Schütz.

Gleichzeitig bleibt bei einigen Startern ein offener Punkt bestehen: Die volle „IRONMAN“-Distanz, das komplette „Leiden“ und das klassische Langdistanz-Erlebnis wurden eben nur teilweise abgebildet. Frankfurt wird uns damit nicht nur als erfolgreiches Finish, sondern auch als „unvollendeter Klassiker“ in Erinnerung bleiben – und umso mehr als klare Motivation für die nächste vollständige Langdistanz.

Im Trikot der „MANNschaft“ in die „BayArena“

Während sich die Blicke vieler Fußballfans aufgrund der WM gerade gen Nordamerika richten, haben sich drei Mitglieder der „MANNschaft“, die von „MANN Strom“ gefördert wird, kürzlich in einem Bundesligisten-Stadion aufgehalten. Wenn auch nur für einen kurzen „Durchmarsch“: Denn saisonbedingt fand in der Leverkusener „BayArena“ natürlich kein Fußballspiel statt. Vielmehr ging es den dort Anwesenden um die Teilnahme an einer ganz anderen sportlichen Herausforderung.

Foto: felix_wll

Jedes Jahr im Juni empfängt Leverkusen Laufbegeisterte aus dem In- und Ausland zu einem traditionsreichen Wettkampf: Der „EVL-HalbMarathon“ wird bereits seit 2001 ausgetragen und gilt als einer der größten Halbmarathons in Deutschland. Mit seiner ebenso erlebnisreichen wie anspruchsvollen Rundstrecke ist das Rennen eine liebgewonnene Tradition für Sportler jeglichen Alters geworden. So können bei gleich drei Bambinilauf-Kategorien auch schon die Jüngsten ihre Ausdauer unter Beweis stellen.

Foto: felix_wll

Drei Läufer der „MANNschaft“ – Robin Graf, Linda Graf und Benedikt Weidenbruch – wollten sich das Event nicht entgehen lassen und sind motiviert zur restlos ausverkauften, 24. Ausgabe des „EVL-HalbMarathons“ ins Rheinland gereist. Rund 6.000 Teilnehmer liefen in diesem Jahr mit, darunter mehr als die Hälfte die gut 21 Kilometer lange Halbmarathon-Distanz, die sowohl mitten durch das urbane Leverkusener Stadtgebiet, als auch an landschaftlich reizvollen Abschnitten vorbei führt.

Um neun Uhr morgens fiel der Startschuss auf der Bismarckstraße in Leverkusen-Küppersteg. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, bot mit angenehmen Temperaturen und leichter Bewölkung gute Bedingungen für ein starkes Rennen. Entlang der Strecke sorgten zahlreiche gut aufgelegte Zuschauer für eine ausgelassene Stimmung. Zudem wurde an Verpflegungsstationen eine Vielzahl an Getränken und Snacks gereicht.

Auch die jungen Sportler können in Leverkusen starten. Foto: felix_wll

Eine der größten Herausforderungen des Kurses ist stets der steile Aufstieg des Sauerbergs im Leverkusener Stadtteil Opladen – der optimale Ort für die Bergwertung. Ein absolutes Highlight des „EVL-HalbMarathons“ erwartet die Teilnehmer dann traditionell auf den letzten Kilometern: der Lauf mitten durch die „BayArena“, der Heimspielstätte des Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen – ein besonderes Erlebnis vor dem Einlauf in den Zielbereich, in dem auch in diesem Jahr wieder ein jubelndes Publikum die Finisher erwartete.

Für die Athleten der „MANNschaft“ war es ein rundum gelungener Wettkampftag und ein großer sportlicher Erfolg. Benedikt Weidenbruch lief das Rennen in einer Zeit von 1:56:42 Stunden (Gesamtplatz 1.216, Platz 164 in der Altersklasse M30), Linda Graf absolvierte es in 1:59:12 Stunden (Gesamtplatz 1.396, Platz 77 in ihrer Altersklasse). Und Robin Graf erreichte in 1:28:03 Stunden sogar einen hervorragenden 80. Platz (Platz 17 in der Altersklasse M30)!

„MANNschaft“ meistert weitere zwei Stationen des Ausdauer-Cups

Seit über 30 Jahren prägt der Ausdauer-Cup die Laufsaison, erstreckt sich mit seinen vielen Einzelstationen von den ersten Frühjahrsläufen bis zum letzten Wettkampf im November. Einige „MANNschaftler” haben bereits fleißig Punkte für die Gesamtwertung gesammelt – zuletzt in Deuz und Anzhausen.

Die traditionsreiche Laufserie führte René Metzger, Robin Graf, Benedikt Weidenbruch, Linde Graf und Sigmar Sendzik zum Deuzer Sparkassen-Pfingstlauf, der vierten Station der Reihe. Extreme Bedingungen prägten diesen Wettbewerb: Statt angenehmer Temperaturen, erwartete die Teilnehmer eine regelrechte Hitzeschlacht. Bei rund 30 Grad im Schatten wurde das Rennen für viele Athleten zur echten Belastungsprobe. Vor allem im Hauptlauf – über 15 Kilometer waren zu bewältigen – verlangte die Kombination aus Strecke und Hitze den Sportlern alles ab.

Und so war schon vor dem Start allen Beteiligten bewusst, dass nicht nur die Distanz, sondern vor allem das Wetter entscheidend sein würde. Das Organisationsteam sorgte wiederum mit viel Engagement für bestmögliche Rahmenbedingungen: Entlang der Strecke waren mehrere Verpflegungsstellen eingerichtet, im Ziel warteten gekühlte Getränke auf die erschöpften Läufer.

Für die „MANNschaft“ war der Deuzer Pfingstlauf auf jeden Fall ein Erfolg. René Metzger errang den 4. Platz in der Altersklasse M40 (1:03:24 Stunden), Robin Graf holte sich Platz drei 3 in der Altersklasse M30 (1:04:16 Stunden). In der gleichen Wertung schaffte es Benedikt Weidenbruch auf den 6. Platz (1:25:34 Stunden). Linda Graf kam in der weiblichen Hauptklasse auf den 4.Platz (1:30:55 Stunden) und Sigmar Sendzik belegte den 9. Platz in der Wertung M60 (1:54:25 Stunden).

Einen weiteren Halt machte der Ausdauer-Cup dann jüngst in Anzhausen. Beim traditionsreichen „Gückellauf“, ausgetragen im nördlichsten Ortsteil der Gemeinde Wilnsdorf, gingen zahlreiche Läufer an den Start – unter ihnen René Metzger und Sigmar Sendzik. Der veranstaltende ASC Weißbachtal konnte sich über eine deutlich gestiegene Teilnehmerzahl freuen. Insgesamt erreichten mehrere hundert Aktive das Ziel – ein spürbarer Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr.

Wie bereits im vergangenen Jahr, präsentierte sich der Kultlauf, der durch das beschauliche Dorf führt, auch diesmal wieder mit einer außergewöhnlichen Atmosphäre. Entlang des Rundkurses herrschte nahezu durchgehend ausgelassene Volksfeststimmung. Zahlreiche Anwohner sorgten mit Musik, kreativen Einfällen und viel Engagement für lautstarke Unterstützung.

Ob mit Kuhglocken, Ratschen oder motivierenden Zurufen: die Zuschauer trieben die Teilnehmer förmlich durch den Ort. Kleine Abkühlungen wurden entlang der Strecke gerne angenommen, um den sportlichen Einsatz bei sommerlichen Temperaturen etwas angenehmer zu gestalten.

Der Lauf durch das Dorf ist längst mehr als nur eine sportliche Veranstaltung, er hat sich zu einem echten Erlebnis entwickelt, bei dem das gesamte Umfeld aktiv eingebunden ist. Für die beiden Athleten der von „MANN Strom“ unterstützten „MANNschaft“ war der Wertungslauf des Ausdauer-Cups in jeder Hinsicht ein positives Ereignis: René Metzger holte sich mit 38:10 Minuten den 2. Platz seiner Altersklasse, Sigmar Sendzik belegte in seiner wiederum den 10. Platz bei einer Zeit von 1:02:44 Stunden.

Weiteres Marathondebüt in der MANNschaft

Der Sommer hält allerlei sportliche Highlights bereit, doch Katja Grimm hat ihres wohl bereits im Frühjahr erlebt: Zehn Jahre nach ihrem ersten Halbmarathon ist die „MANNschaftlerin“ erstmals bei einem Marathon ins Ziel gelaufen. Nachdem sie ihren eigentlich geplanten Marathonstart in Köln im vergangenen Oktober wegen einer Coronainfektion absagen musste, nahm sie das Training wieder auf – unterstützt von Christian Geimer – und peilte stattdessen das darauffolgende Frühjahr sowie die Stadt Leipzig an. Im April war es dann endlich so weit.

Der Wettbewerb in Sachsens größter Stadt hat eine lange Tradition, hier ein Bild aus 1985. Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1985-0622-011/CC-BY-SA 3.0

Für ihren ersten Marathon hat sich Katja ein besonders traditionsreiches Event – noch dazu in ihrer Heimatstadt – ausgesucht: Der „Leipzig Marathon“ wird in seiner heutigen Form bereits seit 1977 ausgetragen und gilt als absoluter Klassiker. In diesem Jahr konnte die 48. Ausgabe sogar einen Teilnehmerrekord verbuchen: Insgesamt 14.351 Läufer (davon 1.334 in der „Königsdisziplin“) gingen über verschiedene Distanzen an den Start.

Das Wetter hätte für Katja und ihre Mitstreiter kaum unvorteilhafter sein können. Denn während die jüngsten Starter bei Schülermarathon und Kinderlauf am Vormittag noch trockenen Fußes ihre Wettbewerbe absolvierten, öffnete sich am Nachmittag plötzlich der Himmel. Und so kämpften sich die Marathon-Teilnehmer bei Dauerregen und Wind, aber davon ungetrübter Stimmung des jubelnden Leipziger Publikums, voran. Die Wetterlage wurde auf und an der Strecke sogar mit Humor genommen, frei nach dem „kölschen“ Grundsatz: „Et es, wie et es“.

Katja nach der gelungenen Premiere. Foto: privat

Der „Leipzig Marathon“ führte die Athleten in zwei Runden an vielen Sehenswürdigkeiten der sächsischen Metropole vorbei, darunter markante Punkte wie das Neue Rathaus, die Deutsche Nationalbibliothek und das Völkerschlachtdenkmal. Auch das berühmte Max-Planck-Institut wurde von den Läufern passiert, ehe diese den Zielbereich an der Red-Bull-Arena erreichten.

Durchnässt, aber glücklich meisterte Katja – als eine von 249 Frauen auf der vollen Distanz – erstmals eine Strecke von mehr als 30 Kilometern und setzte, wie schon einige weitere Kollegen aus der MANNschaft, im Frühjahr 2026 mit dem absolvierten Marathon einen neuen Meilenstein. Auch sportlich war der Tag für die Debütantin ein Erfolg, unterbot Katja ihre persönliche Wunschzeit mit 4:26:33 Stunden doch obendrein noch um knapp dreieinhalb Minuten und erlangte den 176. Platz in der Frauen-Gesamtwertung und Platz 32 in ihrer Altersklasse.

Wegen ihrer gelungenen Premiere, der widrigen Wetterbedingungen und der tollen Unterstützung in ihrer Heimatstadt wird Katja der Lauf auf jeden Fall in besonderer Erinnerung bleiben.

Das Neue Rathaus – ab 1899 nach Plänen des Leipziger Stadtbaudirektors Hugo Licht erbaut und seit 1905 Sitz der Leipziger Stadtverwaltung – gehört zu den bedeutendsten deutschen Rathausbauten. Auch hier sind die Sportler entlang gekommen. Foto: Stadt Leipzig