Ultralauf am Hardtsee: Podestplatz für René Metzger

„Wir fangen an, wo Marathon aufhört“: Mit diesem Motto beschreibt die Deutsche Ultramarathon-Vereinigung (DUV) treffend die Faszination des Ultramarathons. Denn solche Läufe gehen über die klassische Marathondistanz von 42 Kilometern hinaus. Genau diese Grenzüberwindung verkörpert auch der „HaWei50“, ein 50-Kilometer-Ultralauf rund um den Hardtsee. Wer als erfahrene Marathonläuferin oder erfahrener Marathonläufer eine neue Herausforderung sucht und wissen möchte, wie weit die eigenen Kräfte tragen, findet hier die perfekte Bühne. So, wie „MANNschaftler“ René Metzger.


Jetzt versammelte sich die Ultralauf-Community erneut, um gemeinsam die 50-Kilometer-Distanz in Angriff zu nehmen. Auch René Metzger von der „MANNschaft“ war dafür angereist.

Mit Hawaii und tropischer Hitze hatte die zum fünften Mal ausgetragene Veranstaltung natürlich nichts zu tun. Vielmehr handelt es sich bei dem Straßenlauf um ein anspruchsvolles Winterevent im baden-württembergischen Ubstadt-Weiher, rund 30 Kilometer nordöstlich von Karlsruhe.

Der „HaWei50“ – benannt nach dem Ortsteil Weiher – führt über 50 Kilometer rund um den Hardtsee, einen etwa 45 Hektar großen Badesee, der einst durch Kiesabbau entstand. Während sich hier im Sommer Erholungssuchende tummeln, gehört der See Ende Februar den Ausdauersportlern.

Austragungsort ist das kompakte Freizeitzentrum Hardtsee, das alles bietet, was das Läuferherz begehrt: eine attraktive Strecke ohne Straßenüberquerungen sowie eine hervorragende Infrastruktur mit Parkplätzen, Toiletten und Duschen in unmittelbarer Nähe von Start und Ziel. Zwei Zuschauer-Pendelwege ermöglichen es Begleitpersonen, ihre Favoriten auf jeder Runde mehrfach anzufeuern – ein nicht zu unterschätzender Motivationsschub auf den letzten Kilometern.

Gelaufen werden zehn Runden à fünf Kilometer auf einer absolut flachen und offiziell vermessenen Strecke. Die bestenlistenfähige Distanz macht den Wettbewerb auch für ambitionierte Athletinnen und Athleten interessant. Gleichzeitig gilt die 50-Kilometer-Distanz als klassischer Einstieg in die Welt des Ultramarathons.

Zur optimalen Vorbereitung bot die Laufsportgemeinschaft Weiher im Vorfeld zweimal monatlich lange Trainingsläufe über 26 bis 30 Kilometer an – ideale Bedingungen für einen gelungenen Start ins Ultra-Running.

Ein besonderer Vorteil beim „HaWei50“: Alle fünf Kilometer befindet sich eine Verpflegungsstation. Zudem besteht nach jeder Runde die Möglichkeit, den Wettkampf vorzeitig zu beenden. Die bis dahin erbrachte Leistung wird selbstverständlich in die Ergebnisliste aufgenommen. Die begehrte Finisher-Medaille jedoch erhalten nur jene, die nach 50 Kilometern tatsächlich die Ziellinie überqueren – lautstark unterstützt von einem professionellen Sprecher, der für echte Gänsehautmomente sorgt.

Eben diese tolle Atmosphäre genossen nun wieder etliche Motivierte: Getreu dem Motto „Spitzensport trifft Breitensport“ starteten um 10 Uhr sowohl ambitionierte Ultraläufer als auch zahlreiche Hobby- und Freizeitathleten gemeinsam ins Rennen. Für die „MANNschaft“ ist René Metzger angetreten – und hat mit einer herausragenden Leistung überzeugt. In einer beeindruckenden Zeit von 3:30:10 Stunden absolvierte er die 50 Kilometer und erreichte damit den 11. Platz im Gesamteinlauf unter 450 Finishern über die 50 Kilometer-Distanz.

Besonders bemerkenswert: In der Altersklasse M40 lief René sogar auf den 3. Platz und sicherte sich damit einen Podestplatz in seiner Wertungsklasse. Dieses Resultat unterstreicht nicht nur seine ausgezeichnete Form, sondern auch das hohe sportliche Niveau der Veranstaltung.

Das 2025 erstmals eingeführte Festzelt im Start- und Zielbereich bot dann mit festem Zeltboden und Heizung beste Voraussetzungen für einen gemütlichen Ausklang samt Siegerehrung. Ein würdiger Abschluss für alle, die sich der 50-Kilometer-Herausforderung gestellt hatten.

Das hohe sportliche und organisatorische Niveau blieb international nicht unbemerkt: Die International Association of Ultrarunners (IAU) zeichnete den „HaWei50“ bereits zweimal mit dem Silber-Label aus. Und auch in diesem Jahr zeigte das Event einmal mehr: Ultramarathon bedeutet nicht nur längere Distanzen, sondern ebenso Gemeinschaft, Organisation auf höchstem Niveau und außergewöhnliche sportliche Leistungen.